Öffentlicher Diskussionsabend BGE mit Hilde Mattheis: Geld für jeden – Ideen zum Grundeinkommen

In Deutschland herrscht seit Jahren wirtschaftlicher Aufschwung, die Arbeitslosenzahlen bewegen sich auf historischen Tiefständen. Und doch können immer weniger Menschen von diesen Entwicklungen profitieren. Kinder- und Altersarmut, Langzeitarbeitslosigkeit, prekäre Beschäftigungsverhältnisse oder Burn-Out und mangelnde Work-Life-Balance machen breiten Teilen der Bevölkerung zu schaffen. Insgesamt scheint das Grundgerüst, wie sich Arbeit und Lohn auf die Menschen verteilt, vielen Menschen eher zu schaden als ihnen zu nützen.

Aus diesem Grund ist es wichtig, über alternative Zukunftsmodelle für Arbeit und Entlohnung nachzudenken. Ein Beispiel dafür ist das bedingungslose Grundeinkommen, das jedem Menschen gleichermaßen zustehen soll. Über Chancen und Risiken dieses Ansatzes möchte Bundestagsabgeordnete Hilde Mattheis (SPD) mit dem Publikum, mit Gisela Glück-Groß und Erhard Groß von der Initiative Grundeinkommen Ulm sowie mit Alexandra Stork, Regionalleiterin der Caritas Ulm-Alb-Donau diskutieren.

Dienstag, 24. Juli 2018, 18.00 Uhr
Casa Caffe, Walfischgasse 18, 89073 Ulm.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Ich freue mich auf Ihr Kommen und einen interessanten Gedankenaustausch

Ihre Hilde Mattheis (SPD).

Review:

Es war eine herrlich angeregte und von Frau Mattheis gut moderierte Diskussion.

Man kam sich etwas vor wie im Bundestag, mit der üblichen Opposition.

Wenn das BGE den „Schandfleck“ Hartz4 auf der Weste der SPD revidieren könnte?

Evtl. ein Jahr BGE von 1000€ auf Probe in einem Bundesland, bei dem die Arbeitslosenzahlen sowieso schon bei beinahe Null (2017 3% in Badewürttemberg) sind?

Falls es sich konjunkturell positiv auswirkt – Ausdehnung auf die anderen Bundesländer?

Würde sich die schwäbische Hausfrau nicht freuen?

Besonders hitzig wurde die Diskussion die bei sommerlichen Temperaturen statt fand, besonders bei der Frage, ob ein BGE die Emanzipation von Frauen fördern könnte?

Alle Beteiligten konnte hoffentlich gute Anregungen mit nach Hause nehmen.

Leistungslose Einkommen

500 Milliarden € „Leistungslose Einkommen“ wandern jedes Jahr an Mieten/Dividenden/Pacht in die Taschen weniger Deutscher Mitbürgern – vor allem die die eh schon viel haben.

Nachhaltig ist das nicht – wenn die Scheere Arm vs Reich auseinander driftet ist das gesellschaftlicher Sprengstoff.

Was macht die EZB?

„Von März 2015 bis mindestens September 2016 will die EZB gemeinsam mit den nationalen Zentralbanken der Eurozone 60 Mrd. Euro pro Monat in den Markt pumpen – also insgesamt 1,14 Billionen Euro. Erstmals sollen auch Staatsanleihen in großen Mengen gekauft werden. „Die Presse“ beantwortet die wichtigsten Fragen.“  Quelle: https://diepresse.com/home/wirtschaft/international/4644955/EZB-druckt-1140000000000-Euro

60 Milliarden € von welchen bei den meisten Bürgern nichts ankommen wird.

60 Milliarden in Zahlen: 60.000.000.000 / aufgeteilt auf: 511 Millionen Einwohner im Euro-Raum im Jahr 2017 (Quelle) wären 120€ für jeden EU-Bürger pro Monat.

Das klingt für einen Deutschen nicht viel, kann aber bedeuten dass der Rumäne in Rumänien bleibt (wo 120€ pro Monat VIEL sind) und sich nicht in Deutschland prostituieren muss.

Schonmal ein Anfang und ein interessantes Konjunkturprogramm.